Autor: Katie

Me, without words – Besser als sein Vorgänger

Eigentlich gilt ja für Filme und Bücher die ungeschriebene Regel, dass Teil 1 immer besser ist als Teil 2 (Ausnahmen bestätigen die Regel). Bei Trilogien geht man sogar davon aus, dass der zweite Teil der schlechteste Teil ist. Na gut, Kira Minttus Stay Tuned-Reihe ist keine Trilogie und noch nichtmal eine Reihe im klassischen Sinne. Dennoch hatte ich ein bisschen Angst, dass „Me, without words“ nicht an seinen Vorgänger „Keep on Dreaming“ würde anknüpfen können. Teil 1 hatte ich mir im März auf der Leipziger Buchmesse geholt und am darauffolgenden Sonntag in einem Rutsch verschlungen. Ob mich „Me, without words“ auch so begeistern konnte? Das ist der Klappentext zu „Me, wihout words“ Es ist dieses Gefühl, verlorenzugehen. Es ist das Schweigen, das über allem liegt, es sind die unausgesprochenen Worte, die im Raum hängen und die Juli am liebsten herunterschlagen und ihren Eltern in die versteinerten Gesichter werfen würde. Es sind die Erwartungen, die sie hinter den Kerzen zu erkennen glaubt, die ihr Freund Levin angezündet hat, und es ist die Freundschaft zu ihrer besten …

Mein SuB – Bestandsaufnahme

Bei Tilly Jones entdeckte ich vor Kurzem die Aktion Subventur – also eine Inventur des SuB’s, des Stapels ungelesener Bücher. Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Subventur von KeJas BlogBuch. Ich wollte das gerne zum Anlass nehmen, um auch mal meine Regale und meinen E-Reader zu durchforsten, welche Bücher da eigentlich noch ungelesen rumliegen. Im Laufe der Zeit soll dieser Beitrag zum SuB dann immer wieder aktualisiert werden – gelesene Bücher werden gelöscht und neu gekaufte Bücher werden natürlich hinzugefügt. Quasi das Pendant zu meiner Seite der gelesenen Bücher. Mein SuB – der Stapel ungelesener Bücher Stand 24. Oktober 2017: 61 Bücher Stand 07. November 2017: 59 Bücher Stand: 02. Januar 2018: 63 Bücher Ahern, Cecilia – Ich hab dich im Gefühl Asher, Jay – Tote Mädchen lügen nicht Austen, Jane – Die Abtei von Northanger Austen, Jane – Emma Austen, Jane – Mansfiel Park Austen, Jane – Überredung Austen, Jane – Verstand und Gefühl Barrie, J.M. – Peter Pan Beckett, Simon – Der Hof Boyne, John – Der Junge im gestreiften Pyjama Bradbury, Ray …

The Upside of Unrequited – Neues Lieblingsbuch

Vor einer Weile habe ich euch schon von Becky Albertallis Debütroman „Nur drei Worte“ (Simon vs The Homosapiens Agenda) vorgeschwärmt. Jetzt habe ich auch ihren neuen Roman „The Upside of Unrequited“ gelesen – und ich glaube, ich habe ein neues Lieblingsbuch. Love is worth wanting. (S. 314) Worum geht es in The Upside of Unrequited? Die 17-jährige Molly Peskin-Suso weiß alles über unerwiderte Liebe – sie hat es bereits sechsundzwanzig Mal durchlebt. Sie verknallt sich oft und heftig, aber immer heimlich. Denn egal wie oft ihre Zwillingsschwester Cassie ihr sagt, erwachsen zu werden: Den Gedanken an eine Zurückweisung kann Molly einfach nicht ertragen. Also ist sie vorsichtig. Denn dicke Mädchen müssen immer vorsichtig sein. Dann lernt Molly den süßen Hipster-Typen Will kennen. Er ist lustig und charmant und könnte perfekt sein, um sich zu verknallen. Vielleicht auch mehr als das. Und wenn Molly es schafft, ihn rumzukriegen, wird sie endlich ihren ersten Kuss bekommen. Da gibt es nur ein Problem: Mollys Kollege Reid. Er ist ein merkwürdiger Tolkien-Superfan mit Jahreskarte für den Mittelaltermarkt und es …

Corinne Luca: Debütroman über Schönheitswahn

Hast du heute schon in den Spiegel geschaut und gedacht, dass dein Haare mal wieder richtig stumpf und tot aussehen? Oder nervt dich dieser blöde Pickel am Kinn? Bist du unzufrieden mit der Speckrolle, die sich langsam über den Hosenbund schiebt? Oder schämst du dich, weil du schon seit 14 Tagen keinen Bock mehr hattest, dir die Beine zu rasieren? Ich mache eine Wette, dass es jeder Frau schon einmal so ging. Und warum? Weil uns ständig von sogenannten Frauenzeitschriften, aber auch von entsprechenden Fernsehsendungen, Internetseiten und Co. eingeredet wird, dass wir Problemzonen haben. Dass wir nur perfekt sind, wenn unser Haar glänzt, unsere Haut aber auf gar keinen Fall. Schlank müssen wir sein, und selbst-optimiert. Wir Frauen ernähren uns von grünen Smoothies, tragen ausschließlich High Heels und jeden Tag einen neuen Lippenstift – und wofür? Um einem Mann zu gefallen (egal, welchem, irgendeinem wird’s schon gefallen und das reicht ja für die Paarung und das Happy End). Buchtipp: Corinne Luca und ihr Schönheitswahn-Detox Wenn du davon genauso genervt bist wie ich, dann solltest du …

Was Matthew Vaughn zu einem guten Action-Regisseur macht

Regisseur Matthew Vaughn hat mit Kick-Ass und den Kingsman-Filmen in den letzten Jahren Actionfilme ins Kino gebracht, die zu Recht für Aufsehen sorgten und einen ganz eigenen Stil zeigten. Ich gebe unumwunden zu, dass ich nicht der größte Fan von Actionfilmen bin, schon gar nicht (bitte festhalten) der „Actionklassiker“ der 80er und 90er Jahren. Matthew Vaughn hat es allerdings geschafft, mich nicht nur für seine Filmen insgesamt, sondern insbesondere für die Actionszenen zu begeistern. Was Matthew Vaughn so besonders, und in meinen Augen besonders gut, macht, möchte ich hier einmal zusammenfassen. Dieser Beitrag enthält Spoiler zu Kick-Ass und Kingsman: The Secret Service! Was ist Action? Von Kontrolle und Chaos Actionszenen bedeuten im Film eigentlich immer Chaos. Die Kontrolle geht verloren, Ereignisse überschlagen sich und das Tempo erhöht sich. Oftmals geht das Chaos innerhalb der Handlung auf Chaos in Regie, Schnitt und Kameraführung über – Michael Bay ist ein vielzitiertes Beispiel für eher schlecht gemachte, weil nicht durchdachte, Actionszenen. In einer gutgemachten Actionszene behält der Regisseur die Kontrolle über das Chaos. So kann der Zuschauer noch …

Meine liebsten Filme der Coen Brüder

Im Jahr 1984 kam der erste Film von Joel und Ethan Coen in die Kinos: „Blood Simple“, eine Hommage an den Film noir, die den Hauptpreis beim Sundance Film Festival gewann. Langsam, aber sicher mauserten sich die Coen Brüder zu einer festen Größe in Hollywood – und dabei sind sie doch irgendwie gar nicht Hollywood-like. Dennoch wurden Filme wie „Fargo“ und „The Big Lebowski“ zu Kultklassikern und alle Filme der Coen Brüder sind Perlen für sich. Meine große Liebe zu den Coen Brüdern durfte ich in einem Gastbeitrag bei Aurelia zum Ausdruck bringen. Im Rahmen ihrer Herzenswelten-Reihe könnt ihr ab heute meinen Beitrag auf Geekgeflüster lesen: Möglicherweise musste ich erst ein wenig Wissen und Erfahrungen sammeln, um zu verstehen, was die Filme von Ethan und Joel Coen für mich bedeuten. Nicht nur zu wissen, dass sie für mich etwas Besonderes sind, sondern auch warum. Denn sie sind für mich zu einer Herzensangelegenheit geworden, die nur eines in mir auslöst: Glück. >> Weiterlesen In meinem Beitrag für Aurelia habe ich darauf verzichtet, eine Rangliste meiner liebsten …

5 Gründe, warum du „Nur drei Worte“ lesen solltest

Gerade eben habe ich „Simon vs. The Homosapiens Agenda“ von Becky Albertalli beendet – auf deutsch trägt das Buch den Titel „Nur drei Worte“. Und ich würde am liebsten jedem, den ich kenne, ein Exemplar von diesem Buch schenken – denn es war so, so schön! Ich hatte wirklich schon lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen. Grinsen wechselte sich ab mit Herzklopfen, mit Traurigkeit und Spannung dann wieder mit einem Lachen. „Nur drei Worte“ hat mich durch eine wundervolle, spaßige Achterbahn der Gefühle geschickt und mich unfassbar glücklich gemacht. Wenn dir dieser Gefühlsausbruch meinerseits noch nicht reicht, um das Buch in die Hand zu nehmen, möchte ich dir gerne 5 Gründe nennen, die den Jugendroman für mich so lesenswert gemacht haben. Doch worum geht es in „Nur drei Worte“ überhaupt? Simon Spier ist 17 Jahre alt, lebt in Shady Creeks, geht zur Highschool und ist schwul. Das letzte allerdings ist sein Geheimnis, das er bis jetzt nur mit einer einzigen Person geteilt hat: Blue. Blue geht auf die gleiche Schule wie Simon, ist …

Ein Wort zur Begrüßung

Ein paar Beiträge gibt es hier auf „Frankly, my dear“ zwar schon zu lesen, aber so etwas wie eine Begrüßung gab es bisher nicht. Denn ich wollte zunächst mal ausprobieren, wie sich das für mich selbst anführt, einen neuen Blog zu führen. Ich wollte schauen, ob ich genug Themen finde, ob eine neue Domain und ein neues Design überhaupt etwas ändert. Ja, das tut es. Ich bin motiviert und ich bin verliebt in meinen neuen Blog. Auch wenn er eigentlich ganz unscheinbar und sowieso noch ziemlich leer ist. Aber zumindest letzteres soll sich ändern. Wenn du hier bist, kennst du vielleicht meinen früheren Blog Frau Margarete. Und ich denke, dass du dich dann in Zukunft auch hier ganz wohlfühlen wirst, denn an der Themenauswahl möchte ich gar nicht allzu viel ändern. Ich freue mich jedenfalls, wenn du bleibst, wenn du meinen Blog in deinen Feedreader schmeißt und vielleicht auch einen Kommentar hinterlässt, wie du es hier auf „Frankly, my dear“ so findest. Ich weiß, dass hier noch ein bisschen was fehlt. Eine „Über mich“-Seite und …

#takeaknee – Sportler knien nieder, ein Präsident rastet aus

Wer die sozialen Medien, insbesondere Twitter, in den letzten Tagen aufmerksam verfolgt hat, der ist vielleicht über einen Hashtag gestolpert, der für Aufsehen gesorgt hat: #takeaknee. Worum geht es dabei und wie hat das Ganze angefangen? Vor #takeaknee: Wie alles begann Alles startete im Sommer 2016, also vor über einem Jahr. Damals gab es den Hashtag #takeaknee noch nicht. Es gab bloß einen Quarterback in der NFL, also der amerikanischen Profiliga für American Football. Dieser Quarterback heißt Colin Kaepernick, spielte in der Saison 2016 für die San Francisco 49ers und weigerte sich während eines Testspiels in der Preseason, für die amerikanische Nationalhymne aufzustehen. Eigentlich ist das kein Problem, denn die NFL-Spieler sind nicht dazu verpflichtet, während der Nationalhymne zu stehen. Das Reglement sieht vor, dass sie am Spielfeldrand anwesend sein müssen – und das übrigens auch erst seit 2009. Vorher wurde bei NFL Spielen weder die Flagge gehisst noch die Hymne gespielt. Denn eigentlich soll Football alles für die Amerikaner sein, nur eines nicht: politisch. Colin Kaepernick war während der Hymne anwesend, aber er saß …

Peaky Blinders: Mein Eindruck von Staffel 3

Bereits im Mai 2016 (ja, richtig: 2016) strahlte BBC in Großbritannien die dritte Staffel der Gangsterserie Peaky Blinders aus. Mehr als ein Jahr später lief die Serie dann endlich beim deutschen Pay-TV-Sende Sky. Nun ist die Staffel endlich auch auf Netflix zu sehen und ich habe die sechs Folgen beinahe innerhalb einer Nacht verschlungen – dann Peaky Blinders gehört zu meinen Lieblingsserien. Darum geht’s in der 3. Peaky Blinders Staffel Worum es in Staffel 3 der Serie geht ist natürlich schwer zusammenzufassen, ohne die vorherigen Staffeln zu spoilern. Autor Steven Knight fasst die zentralen Themen der dritten Staffel wie folgt zusammen: The themes that are prevalent are power; the abuse of power and the effect that power has on Tommy and the family. It is also about how everyone is trying to escape where they are and it’s a question of, ‚are any of them able to escape?‘ Can any of them get away from their past, the history, and in a sense their destiny? Quelle: BBC Tatsächlich passt diese Zusammenfassung ziemlich gut. In Staffel …