Corinne Luca - Am liebsten sind mir die Problemzonen die ich noch gar nicht kenne - Buchcover

Corinne Luca: Debütroman über Schönheitswahn

Hast du heute schon in den Spiegel geschaut und gedacht, dass dein Haare mal wieder richtig stumpf und tot aussehen? Oder nervt dich dieser blöde Pickel am Kinn? Bist du unzufrieden mit der Speckrolle, die sich langsam über den Hosenbund schiebt? Oder schämst du dich, weil du schon seit 14 Tagen keinen Bock mehr hattest, dir die Beine zu rasieren?

Ich mache eine Wette, dass es jeder Frau schon einmal so ging. Und warum? Weil uns ständig von sogenannten Frauenzeitschriften, aber auch von entsprechenden Fernsehsendungen, Internetseiten und Co. eingeredet wird, dass wir Problemzonen haben. Dass wir nur perfekt sind, wenn unser Haar glänzt, unsere Haut aber auf gar keinen Fall. Schlank müssen wir sein, und selbst-optimiert. Wir Frauen ernähren uns von grünen Smoothies, tragen ausschließlich High Heels und jeden Tag einen neuen Lippenstift – und wofür? Um einem Mann zu gefallen (egal, welchem, irgendeinem wird’s schon gefallen und das reicht ja für die Paarung und das Happy End).

Buchtipp: Corinne Luca und ihr Schönheitswahn-Detox

Corinne Luca - Am liebsten sind mir die Problemzonen die ich noch gar nicht kenne - Buchcover

„Am liebsten sind mir die Problemzonen die ich noch gar nicht kenne“ von Corinne Luca

Wenn du davon genauso genervt bist wie ich, dann solltest du ganz dringend mal einen Blick in Corinne Lucas Buch werfen: „Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne“.

Wer Corinne Lucas Blog makellosmag.de kennt, der weiß ungefähr, auf was er sich bei diesem Buch einlässt – und wer nicht, der wird hier trotzdem gut unterhalten und erfährt noch so einiges über Frauenzeitschriften, die Werbeindustrie, den Schönheitswahn und damit auch über die Erwartungen und Klischees, mit denen sich (viele) Frauen tagtäglich konfrontiert sehen.

Dabei schafft es Corinne Luca auf bemerkenswerte Art und Weise, Information mit Unterhaltung zu verknüpfen. Mit einem Augenzwinkern, einem ironischen Unterton und/oder einen scharfen Zunge berichtet sie von Schönheit, vom perfekten Körper und natürlich von den Männern, die Frauen unbedingt in ihrem Leben brauchen.

Ein Buch, in dem sich jede Menge Wahrheit versteckt

Und zwischen all dem Augenzwinkern und den zynischen Bemerkungen verbirgt sich so viel Wahrheit. Ich glaube, jede Frau – ob sie nun die entsprechenden Zeitschriften liest oder nicht – wird sich irgendwo in diesem Buch wiederfinden. Und vielleicht ist es ja gerade auch für diejenigen Männer und Frauen lesenswert, die den Sinn im Feminismus nicht sehen und sich fragen, wo genau wir denn in Deutschland noch mit Problemen und Ungerechtigkeiten zu kämpfen haben.

„Denn wenn man genau darüber nachdenkt, macht es keinen Sinn, mit anderen Frauen um unseren eigenen Selbstwert zu streiten. Trotzdem begegnet es mir immer wieder, dass Frauen die vehementesten Kritikerinnen anderer Frauen sind. Ich finde, wir müssen damit aufhören. Eigentlich reden wir nämlich oft über unsere eigenen Unsicherheiten, wenn wir einander kritisieren. Ich glaube, wenn wir uns trauen, uns einander gegenüber verletzlich zu zeigen, werden wir alle stärker.“ (S. 114)

Klar, Corinne Lucas Buch beschäftigt sich mit dem Thema Schönheit und nicht explizit mit Karriere oder Politik. Aber da fängt der Irrsinn eben an – und das schon in jungen Jahren.

Klare Leseempfehlung!

Ich würde und werde dieses Buch in meinem Freundeskreis gerne weiterempfehlen, weil es gut tut, weil es mit Klischees aufräumt und weil es einfach von viel mehr Frauen gelesen werden sollte. Denn, das weiß ich aus eigener Erfahrung, es gibt noch viel zu viele Frauen, die sich wegen Oberflächlichkeiten zu sehr unter Druck setzen. Danke Corinne Luca, für dieses tolle Buch!

Corinne Luca – Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Erschienen im Heyne Verlag

ISBN: 978-3-453-60443-8

Paperback, Klappenbroschur, 208 Seiten

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3 Gedanken zu „Corinne Luca: Debütroman über Schönheitswahn

  1. bknicole sagt:

    Von diesem Buch habe ich noch gar nichts gehört, aber du machst mich neugierig, denn dieser ganze Schönheitswahn und das Schönheitsbild, welches uns Medien und Frauenzeitschriften diktieren, finde ich auch sehr problematisch. Sogenannte Frauenzeitrschriften meide ich mittlerweile schon, weil mich da die Artikel nur noch nerven und ich es auch sehr dreist finde mit den Fingern auf Falten oder Cellulite von Prominenten zu deuten, genauso wie die Diskussion über deren Gewicht. Dass wir solche Dinge überhaupt diskutieren ist traurig. Genauso kann ich die ganze Diskussion um Körperbehaarung die nun entbrannt ist nicht nachvollziehen. Im 21. Jahrhundert sollte jeder so leben sollen, wie es ihm gefällt. Mir doch egal was andere machen, solange sie es mir nicht aufzwängen. Da gibt es echt wichtigere Dinge.

    Deine Einleitung kann ich nur unterschrieben, denn auch ich habe Tage an denen ich mich gar nicht wohlfühle und hässlich finde. Mir Gedanken über meine Pickel machen – was natürlich lächerlich ist, ich weiß, aber man spürt den Druck der Gesellschaft perfekt zu sein. Der Vorwurf: Jeder kann sich optimieren, wer es nicht tut, ist doch selbst schuld. Auch wenn ich es an den meisten Tagen besser weis, so gibt es sie nun mal: die Schlechten.

    Übrigens finde ich ja immer man sollte Dinge für sich selbst tun, nicht um irgend einem Mann zu gefallen. Das habe ich schon längst aufgegeben. Wenn ich ein hübsches Kleid anziehe, dann weil es mir gefällt. Wenn ich mich Schminke, dann weil ich mich so wohler fühle.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Genau es war derselbe Täter, somit scheint es eine Verbindung zu Archie und seinem Dad zu geben. Mir geht es übrigens wie dir – ich habe noch keine Theorie, aber viele Fans scheinen schon welche zu haben, den nich habe mir da ein Video in meine Youtube Watchliste gepackt und bin gespannt zu hören, wer da gerade so verdächtigt wird.

    Danke, dass du mich darauf hingeweisen hast, denn ich habe jetzt nochmal kurz recherchiert, da ich nicht immer die Produzenten hinter den Filmen im Kopf habe. Er ist am zweiten Teil beteiligt ;).

    Kann ich gut verstehen, denn ich finde auch, dass das zu sehr ausgeschlachtet wird, auch wenn es immer noch ein paar Produktionen gibt, die mir in dem Gerne gefallen oder auch ein paar neue Serien auf die ich mich freue. The Flash ist definitiv schlechter geworden, vor allem die dritte Staffel war ein wilde Achterbahnfahrt, wo man so viel verschenkt hat. Ich hoffe, dass Staffel Vier nun wieder besser wird. Ich selbst verfolge es eher wegen Grant Gustin den ich einfach ziemlich genial als Barry Allen finde. Wohingegen ich dafür schon lange ausgestiegen bin ist „Arrow“. Auch bei Netflix wird mir der Marvel Hype etwas zu viel, auch wenn ich Daredevil mag und mich auf The Punisher freue. Aber von Iron Fist war ich ziemlich genervt.

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