Becky Albertalli - Nur drei Worte - Buchcover

5 Gründe, warum du „Nur drei Worte“ lesen solltest

Becky Albertalli - Nur drei Worte - Buchcover

Becky Albertalli – Nur drei Worte (Quelle: www.carlsen.de)

Gerade eben habe ich „Simon vs. The Homosapiens Agenda“ von Becky Albertalli beendet – auf deutsch trägt das Buch den Titel „Nur drei Worte“. Und ich würde am liebsten jedem, den ich kenne, ein Exemplar von diesem Buch schenken – denn es war so, so schön! Ich hatte wirklich schon lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen. Grinsen wechselte sich ab mit Herzklopfen, mit Traurigkeit und Spannung dann wieder mit einem Lachen. „Nur drei Worte“ hat mich durch eine wundervolle, spaßige Achterbahn der Gefühle geschickt und mich unfassbar glücklich gemacht.

Wenn dir dieser Gefühlsausbruch meinerseits noch nicht reicht, um das Buch in die Hand zu nehmen, möchte ich dir gerne 5 Gründe nennen, die den Jugendroman für mich so lesenswert gemacht haben.

Doch worum geht es in „Nur drei Worte“ überhaupt?

Simon Spier ist 17 Jahre alt, lebt in Shady Creeks, geht zur Highschool und ist schwul. Das letzte allerdings ist sein Geheimnis, das er bis jetzt nur mit einer einzigen Person geteilt hat: Blue. Blue geht auf die gleiche Schule wie Simon, ist clever und liebenswert – aber Simon weiß nicht, wer Blue ist. Denn sie kennen sich nur über das Internet und tauschen monatelang E-Mails aus. Als ein Klassenkamerad von Simons Geheimnis erfährt und ihn damit unter Druck setzt, überschlagen sich die Ereignisse in Simons Leben…

1 | Die Diversität der Figuren

Das Kernthema des Buches ist Simons Homosexualität und sein Coming-Out. Aber dabei belässt es Becky Albertalli nicht in Sachen Diversität. Sie erschafft ebenfalls bisexuelle Charaktere und schwarze Charaktere und sie macht es zum Thema, ohne es zu problematisieren. Die Diversität fügt sich authentisch in Simons Lebenswelt ein und beschäftigt ihn.

„It is definitely annoying that straight (and white, for that matter) is the default, and that the only people who have to think about their identity are the ones who don’t fit that mold.“ (S. 147, englische Version, 1.Auflage 2016, Balzer+Bray)

2 | Humor und Drama perfekt vereint

Das englische Cover, Quelle: HarperCollins

Hauptcharakter Simon Spier ist zynisch und dabei herrlich humorvoll. Gleichzeitig hat er eine total niedliche, romantische und nerdige Ader. Simon selbst sorgt für die humorvollen Momente im Buch. Der Lauf der Geschichte bringt das Drama mit. So schwankt man bei „Nur drei Worte“ immer zwischen einem dämlichen Dauergrinsen, gefühlsduseligem Mit-Verliebtsein und fassungslosem Schock, wenn irgendwas schiefgeht.

„I take a sip of my beer, and it’s – I mean, it’s just astonishingly disgusting. I don’t think I was expecting it to taste like ice cream, but holy fucking hell. People lie and get fake IDs and sneak into bars, and for this? I honestly think I’d rather make out with Bieber. The dog. Or Justin.“(S. 45, englische Version, 1.Auflage 2016, Balzer+Bray)

3 | Familie und Freundschaft als zentrale Themen

„Nur drei Worte“ ist ein Coming-of-Age-Roman und zum Erwachsenwerden gehört natürlich nicht nur die erste große Liebe. Auch die Beziehungen zu Freunden und Familie spielen eine große Rolle und auch das ist in dieses Buch so authentisch eingebaut. Die Konflikte, die sich hier ergeben, sind realistisch und bereiten dem Leser Bauchschmerzen, gerade weil Becky Albertalli auf übertriebenes Drama verzichtet und stattdessen Streitpunkte beschreibt, die wahrscheinlich jeder kennt.

„My parents are especially jolly tonight because it’s The Bachelorette night. I’m dead serious. As in the reality show. We all watched the show yesterday, but tonight is the night we Skype with Alice at Wesleyan to discuss it. It’s the new Spier family tradition. I could not be more aware that this is perfectly ridiculous.“ (S. 20, englische Version, 1.Auflage 2016, Balzer+Bray)

4 | „Nur drei Worte“ als Film

Die Geschichte um Simon Spier ist so gut angekommen, dass sie nun im großen Stil verfilmt wird. Der Arbeitstitel des Films lautet „Love, Simon“, das Werk soll im März 2018 in die amerikanischen Kinos kommen. Simon wird von Nick Robinson gespielt, seine Eltern werden von Josh Duhamel und Jennifer Garner verkörpert. Katherine Langford, die vielen aus „Tote Mädchen lügen nicht“ bekannt sein dürfte, spielt Simons beste Freundin Leah. Auch Miles Heizer, ebenfalls aus der Serie bekannt, wird im Simon-Film zu sehen sein. Regisseur Greg Berlanti hat meiner Meinung nach schon bei „Riverdale“ hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Film.

5 | Oreo-Liebe

Simon ist ein riesen Fan von Oreos, und, ernsthaft, wer kann da Nein zu diesem Buch sagen?

„Okay, first of all, Oreos absolutely qualify as a food group. Second of all, they’re the ONLY food group that matters.“ (S. 76, englische Version, 1.Auflage 2016, Balzer+Bray)

Vielleicht hat ja jetzt der ein oder andere Lust bekommen, „Nur drei Worte“ zu lesen. Oder kennt ihr es schon? Dann schreibt mir doch eure Meinung in die Kommentare 🙂

Becky Albertalli – Nur drei Worte

Erschienen im Carlsen Verlag

ISBN: 978-3-551-55609-7

Originaltitel: Simon vs. The Homosapiens Agenda

Hardcover, 320 Seiten

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6 Gedanken zu „5 Gründe, warum du „Nur drei Worte“ lesen solltest

  1. Sas sagt:

    Huhu Katrin,

    ich habe das Buch letztes Jahr gelesen und war genauso begeistert wie du. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Die Charaktere, die Geschichte, der Schreibstil… es gab eigentlich nichts, was ich nicht toll fand. Deswegen habe ich auch ein klein wenig gequiekt, als ich gelesen habe, dass es verfilmt wird. Ich hoffe wirklich, dass sie das nicht versauen! 😀

    Wenn du „Simon“ mochtest, kann ich dir auch den zweiten Roman von Becky Albertalli ans Herz legen: The Upside of Unrequited.
    Das hat zwar eine völlig andere Story, aber der Grundton ist der selbe. Ich habe es noch ein bisschen mehr geliebt als „Simon“, aber das liegt vermutlich daran, dass mich das Thema Übergewicht mehr betrifft.

    Liebe Grüße
    Sas

    • Katie sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar, deine Begeisterung liest man richtig raus, das ist so schön! 🙂
      Und „The Upside of Unrequited“ habe ich heute angefangen. Ich habe beide Bücher von Becky Albertalli von meiner besten Freundin zum Geburtstag bekommen (da sie beide auch sehr liebt), und natürlich konnte ich jetzt nicht warten, auch Mollys Geschichte direkt zu lesen. Ich hab erst ein paar Seiten geschafft, spüre aber direkt, dass mir auch hier Stil und Humor total gefallen.
      Heute habe ich gelesen, dass Becky Albertalli gemeinsam mit Adam Silvera ein Buch veröffentlichen wird, da bin auch super gespannt!

      • Sas sagt:

        Eine tolle Freundin hast du! Liebste Grüße an sie und ihren guten Geschmack! 😀
        TUOU ist neben „Queens of Geek“ (ein absolut tolles Buch, das auf einer Fan-Convention spielt und auch einiges an Diversity in sich hat) mein absolutes Jahreshighlight.

        Ich habe von Adam Silvera noch nichts gelesen, aber generell sind seine Bücher ja auch sehr positiv bewertet. Ich bekomme aber demnächst „They both die at the end“ und bin schon sehr gespannt darauf.
        Becky schreibt aber auch solo gerade an einem neuen Roman, in dem Leah die Hauptrolle spielt – was du sicherlich schon weißt 😉 Das wird definitiv vorbestellt, sobald es möglich ist. Und das habe ich bisher noch nie gemacht, ich bin eher so ein Typ, der Bücher liest, die alle anderen schon vor drei Jahren toll fanden (vor Kurzem zB „Throne of Glass“) 😉

        Ich hoffe, dass TUOU dich genauso begeistern kann wie Simon 😀

        • Katie sagt:

          Haha, „Queens of Geek“ liegt auch noch auf meinem SuB.
          Meine Freundin findest du auf Instagram unter @dielesekatze, falls es dich interessiert, ihr scheint einen ähnlichen Geschmack zu haben 😀

          Das mit dem neuen Roman von Becky Albertalli über Leah wusste ich tatsächlich noch nicht, danke für den Tipp, das merke ich mir auch auf jeden Fall vor 🙂

          • Sas sagt:

            Na, da werde ich doch gleich mal gucken, danke 🙂

            „Queens of Geek“ ist sososo toll!
            Zum einen natürlich wegen der Location, aber auch wegen der Charaktere. Es gab kaum ein Buch, das mich dermaßen begeistert hat.

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