Peaky Blinders: Mein Eindruck von Staffel 3

Bereits im Mai 2016 (ja, richtig: 2016) strahlte BBC in Großbritannien die dritte Staffel der Gangsterserie Peaky Blinders aus. Mehr als ein Jahr später lief die Serie dann endlich beim deutschen Pay-TV-Sende Sky. Nun ist die Staffel endlich auch auf Netflix zu sehen und ich habe die sechs Folgen beinahe innerhalb einer Nacht verschlungen – dann Peaky Blinders gehört zu meinen Lieblingsserien.

Darum geht’s in der 3. Peaky Blinders Staffel

Worum es in Staffel 3 der Serie geht ist natürlich schwer zusammenzufassen, ohne die vorherigen Staffeln zu spoilern. Autor Steven Knight fasst die zentralen Themen der dritten Staffel wie folgt zusammen:

The themes that are prevalent are power; the abuse of power and the effect that power has on Tommy and the family. It is also about how everyone is trying to escape where they are and it’s a question of, ‚are any of them able to escape?‘ Can any of them get away from their past, the history, and in a sense their destiny?

Quelle: BBC

Tatsächlich passt diese Zusammenfassung ziemlich gut. In Staffel 3 werden die Charaktere der Serie mit neuen Situationen, Motiven und Motivationen konfroniert. Auch neue Antagonisten kommen hinzu. Das alles zusammen macht auch diese Peaky Blinders Staffel spannend und sehenswert.

Sehenswert ohnehin, denn wie gewohnt ist das Setting und die Kamera herausragend. Die FAZ schrieb einmal, dass die Serie in schlechten Zeiten immerhin noch ein cooles Musikvideo sei. Für mich persönlich gibt es in dieser Serie keine schlechten Zeiten, aber because of Cillian Murphys awesomeness kriege ich auch immer nur die Hälfte der Story mit.

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Charakterentwicklung und Plot on point

Scherz beiseite. Für mich ist Peaky Blinders auch in Staffel 3 inhaltlich und optisch ein Highlight, das mich für eine kurze, aber intensive Zeit an den Bildschirm fesselt. Besonders gut gefallen hat mir Pollys Entwicklung in dieser Staffel. Durch die Ereignisse in Staffel 2 ist Polly eine gezeichnete Frau, die aufgrund ihres Glaubens mit sich hadert. Weiterhin kämpft sie wie eine Löwin für ihren Sohn – strebt aber gleichzeitig auch nach Unabhängigkeit. Einzig die Beziehung zwischen Tommy und Polly, die eine ganz besondere ist, kam mir in dieser Staffel ein wenig zu kurz.

Im Fokus steht natürlich weiterhin Tommy Shelby. So gerne ich Cillian Murphy und den von ihm verkörperten Charaker mag: in dieser Staffel blieb er mir ein wenig zu unnahbar. Ich hätte gerne ein wenig mehr mit ihm mitgefühlt und (früher) durchschaut, wie seine Pläne aussehen. Andrerseits hat natürlich gerade Tommys verschlossene Art dazu geführt, dass es einige interessante Wendungen gab.

Der Plot wird in Staffel 3 deutlich komplexer. Die Shelbys haben es zu etwas gebracht und werden daher auch für diejenigen interessant, die ihre Finger in internationalen Geschäften haben: Exil-Russen in diesem Fall. Die Handlung wird vielschichtiger und deutlich politischer, orientiert sich aber weiterhin an historischen Hintergründen. Mit Father Hughes wird ein neuer Antagonist eingeführt, der den Shelbys gefährlich wird und den sie nicht nur aus rein geschäftlichen Gründen bekämpfen.

Staffel 4 in the making – mit Stargast

Schade finde ich, dass irgendwie ein Feminismus-Plot in die Serie gezimmert wurde, der dann nicht weiter verfolgt wurde. Mir ist nicht klar, welchen Zweck dieser Handlungsstrang erfüllen sollte. Aber vielleicht wird das ja in der vierten Staffel weitergeführt. Das Startdatum steht noch nicht fest. Wir wissen jedoch schon, dass Oscar-Preisträger Adrien Brody eine Rolle spielen wird. Ich freue mich jedenfalls darauf!

Habt ihr Staffel 3 von Peaky Blinders gesehen und wenn ja: Wie ist eure Meinung dazu?


Header-Photo by Sven Scheuermeier on Unsplash

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